Allgemeine Geschäftsbedingungen

fintogo Lernplattform – Stand: 30. November 2025

1. Geltungsbereich und Vertragsparteien

1.1 Anwendungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") gelten für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen

FTG Finance Technologies GmbH
Börsegasse 9/8, 1010 Wien
FN 666615t
(nachfolgend „Anbieter" oder „fintogo")

und den Nutzer:innen der Lernplattform „fintogo" unter der Domain fintogo.ai einschließlich aller dazugehörigen mobilen und webbasierten Anwendungen (nachfolgend gemeinsam „Plattform").

1.2 Nutzergruppen

Die Plattform richtet sich an folgende Nutzergruppen:

  • Einzelnutzende (B2C): Schüler:innen ab vollendetem 14. Lebensjahr, Studierende und sonstige Privatpersonen
  • Institutionen (B2B/B2G): Schulen, sonstige Bildungseinrichtungen, öffentliche Körperschaften sowie im Auftrag handelnde Lehrkräfte
  • Partnerunternehmen: Unternehmen, insbesondere im Rahmen von CSR-, Sponsoring- oder Bildungskooperationen

1.3 Geltung für alle Nutzungsverhältnisse

Diese AGB gelten für alle Nutzungsverträge über die Plattform, unabhängig davon, ob die Nutzung unentgeltlich (z.B. Test- oder Free-Version) oder entgeltlich erfolgt (Abonnements, Lizenzen, institutionelle Rahmenverträge).

1.4 Vorrang individueller Vereinbarungen

Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen der Nutzer:innen finden keine Anwendung, es sei denn, deren Geltung wird vom Anbieter ausdrücklich und schriftlich anerkannt. Individuelle Vereinbarungen gehen diesen AGB vor, soweit sie schriftlich getroffen wurden.

1.5 Verbraucherschutz

Gegenüber Verbraucher:innen im Sinne des österreichischen Konsumentenschutzgesetzes („KSchG") gehen zwingende verbraucherschützende Bestimmungen diesen AGB vor.

2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

2.1 Leistungen der Plattform

Der Anbieter betreibt eine digitale Lernplattform mit dem Schwerpunkt Wirtschafts- und Finanzbildung. Die Plattform stellt insbesondere folgende Leistungen bereit:

  • Digitale Lerninhalte (Texte, Videos, interaktive Übungen, Quizze)
  • Funktionen zur Lernplanung und zum Lernfortschritts-Tracking
  • KI-gestützte Assistenzfunktionen (Chat-Funktion) zur inhaltlichen Unterstützung im Lernprozess
  • Optionale Lehrer:innen- und Admin-Ansichten für Institutionen zur Betreuung von Schulklassen

Wichtiger Hinweis

2.2 Bildungszweck

Die Inhalte und Funktionen der Plattform sind auf die schulische und außerschulische Bildung ausgerichtet. Sämtliche bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich Informations-, Bildungs- und Übungszwecken und stellen insbesondere keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.

2.3 Leistungsumfang und Preise

Der Anbieter stellt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der jeweils aktuelle Leistungsumfang, enthaltene Module, Funktionen und Preise ergeben sich aus den auf der Plattform veröffentlichten Leistungsbeschreibungen und Preislisten bzw. aus individuellen Angebots- oder Rahmenvereinbarungen.

2.4 Hosting und Datenspeicherung

Der Anbieter betreibt die Plattform über einen in der EU ansässigen Hosting-Dienstleister (derzeit ein österreichischer Anbieter). Passwörter werden in der Datenbank ausschließlich in gehashter Form gespeichert.

2.5 Einsatz von KI-Diensten

Der Anbieter setzt im Rahmen bestimmter Funktionen (insbesondere Chat-Assistent) Dienste eines außereuropäischen KI-Anbieters ein. Diese Dienste werden ausschließlich zu dem Zweck genutzt, inhaltliche Vorschläge und Erklärungen zu den auf der Plattform behandelten Themen zu generieren. Der Anbieter ergreift technische und organisatorische Maßnahmen, um eine dauerhafte Speicherung personenbezogener Daten durch den KI-Dienstleister zu vermeiden. Näheres ergibt sich aus der Datenschutzerklärung.

2.6 Technische Voraussetzungen

Die Nutzung der Plattform setzt einen geeigneten Internetzugang sowie ein kompatibles Endgerät voraus. Diese Voraussetzungen liegen im Verantwortungsbereich der Nutzer:innen.

3. Abomodelle und Zielgruppen

3.1 Verfügbare Abomodelle

Der Anbieter bietet insbesondere die folgenden Abomodelle an:

3.1.1 Pro-Abo („Pro")

  • Richtet sich ausschließlich an Privatpersonen (insbesondere Schüler:innen ab 14 Jahren)
  • Bietet vollen Zugang zu allen auf der Plattform verfügbaren Inhalten und Modulen („Full Access")
  • Ist ein persönliches Einzel-Abo und nicht über Schulen oder öffentliche Einrichtungen bestellbar
  • Wird zu den regulären, öffentlich ausgewiesenen Preisen angeboten

3.1.2 Basic-Abo („Basic")

Das Basic-Abo bietet nur Zugang zu jenen Inhalten, die der jeweiligen Schulstufe und Schulform entsprechen. Der Funktionsumfang ist damit eingeschränkt im Vergleich zum Pro-Abo.

3.1.2.1 Basic-Abo für Einzelpersonen

  • Richtet sich an Schüler:innen, Studierende und Privatpersonen
  • Bietet Zugang ausschließlich zu den Inhalten der eigenen Schulstufe/Schulform
  • Ist als Einzel-Abo direkt über die Plattform bestellbar
  • Wird zum regulären Basic-B2C-Preis angeboten

3.1.2.2 Basic-Abo für Bildungseinrichtungen

Dieses Modell richtet sich an:

  • Schulen
  • Bildungseinrichtungen
  • Lehrkräfte in deren Auftrag
  • Öffentliche Stellen (z. B. Bundesministerium im Rahmen von Sammelbestellungen)

Besonderheiten institutioneller Abos

  • Zugang ausschließlich zu den für die Schulstufe/Schulform vorgesehenen Inhalten
  • Rabattierter Preis im Rahmen institutioneller oder staatlicher Bestellungen
  • Möglichkeit der Einrichtung von Lehrer:innen- oder Admin-Zugängen
  • Lehrkräfte können Lernfortschritte ihrer Klasse einsehen, Aufgaben und Quizze zuweisen sowie Auswertungen abrufen
  • Bestellung erfolgt über ein Angebot, Sammelbestellung oder Rahmenvertrag
  • Für den Lehrer:innen-Zugang wird im Rahmen der Bestellung durch Schulen oder Bildungseinrichtungen eine zusätzliche Lizenz gemäß der jeweils gültigen Preisliste verrechnet.

3.2 Transparenz zu Unterschieden der Abos

  • Das Pro-Abo gewährt Full Access und richtet sich nur an Privatkund:innen
  • Das Basic-Abo für Einzelpersonen gewährt den gleichen eingeschränkten Content-Zugang wie die institutionelle Version, jedoch ohne Lehrerzugänge oder Klassenverwaltung
  • Das Basic-Abo für Bildungseinrichtungen ist funktional identisch zum Basic-Abo für Einzelpersonen, wird jedoch rabattiert angeboten und ermöglicht zusätzlich die Einrichtung von Lehrer-/Admin-Zugängen für schulische Zwecke

3.3 Aktuelle Leistungsbeschreibung

Der Umfang, die Verfügbarkeit und die Preise der jeweiligen Abomodelle ergeben sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung, der Preisliste oder individuellen Angeboten bzw. Rahmenverträgen mit Institutionen.

4. Registrierung, Altersgrenzen und Vertragsschluss

4.1 Erfordernis der Registrierung

Die Nutzung bestimmter Funktionen der Plattform setzt die Registrierung und das Anlegen eines Nutzerkontos („Account") voraus.

4.2 Pflicht zu vollständigen Angaben

Bei der Registrierung sind vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Änderungen (insbesondere E-Mail-Adresse, Name, Rechnungsdaten) sind unverzüglich zu aktualisieren.

4.3 Einzelnutzende (B2C, Pro-Abo)

Ein Pro-Abo kann abgeschlossen werden von:

  • Volljährigen Personen sowie
  • Minderjährigen Personen ab Vollendung des 14. Lebensjahres

Minderjährige versichern mit der Registrierung und Bestellung, dass sie mindestens 14 Jahre alt sind und – sofern nach nationalem Recht erforderlich – die Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten eingeholt haben.

4.4 Institutionelle Nutzer

Konten für Lehrkräfte, Schuladministration oder Schüler:innen können im Rahmen eines institutionellen Vertrages durch die Schule/Bildungseinrichtung oder eine zuständige Behörde beauftragt werden. Die Schule/Bildungseinrichtung bestätigt dabei, zur Begründung der entsprechenden Nutzungsverhältnisse und zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten der betroffenen Personen berechtigt zu sein.

4.5 Vertragsschluss bei Online-Bestellung

Mit Abschluss des Online-Bestellprozesses (z.B. Klick auf „zahlungspflichtig bestellen") und Bestätigung durch den Anbieter (z.B. Bestätigungs-E-Mail, Aktivierung des Accounts) kommt ein verbindlicher Vertrag zustande.

4.6 Vertragsschluss bei institutionellen Angeboten

Bei institutionellen Kunden kommt der Vertrag durch schriftliche Angebotsannahme (E-Mail genügt) oder durch Unterzeichnung eines Rahmenvertrages zustande.

4.7 Digitale Leistungsbereitstellung

Die Bereitstellung der Leistungen erfolgt ausschließlich digital. Ein Anspruch auf physische Unterlagen besteht nicht.

5. Widerrufsrecht für Verbraucher:innen (FAGG)

5.1 Gesetzliches Widerrufsrecht

Ist der/die Nutzer:in Verbraucher:in im Sinne des KSchG und wird der Vertrag im Fernabsatz (z.B. über die Plattform) geschlossen, steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht nach dem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz („FAGG") zu.

5.2 Widerrufsfrist und Ausübung

Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Zur Ausübung des Widerrufsrechts kann der/die Nutzer:in eine eindeutige Erklärung (z.B. E-Mail) an den Anbieter senden. Der Anbieter stellt auf Wunsch ein Muster-Widerrufsformular zur Verfügung.

Hinweis auf vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts

5.3 Vorzeitiges Erlöschen

Handelt es sich um digitale Inhalte oder digitale Dienstleistungen, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, kann das Widerrufsrecht vorzeitig erlöschen, wenn:

  • der/die Nutzer:in ausdrücklich zustimmt, dass mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und
  • der/die Nutzer:in zur Kenntnis nimmt, dass er/sie dadurch das Widerrufsrecht verliert.

Der Anbieter kann den Zugang zur Plattform bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist freischalten, wenn diese Zustimmung im Bestellprozess eingeholt wurde.

5.4 Gesetzliche Bestimmungen

Im Übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen des FAGG. Nähere Informationen enthält die gesonderte Widerrufsbelehrung.

6. Nutzungsrechte, Inhalte und geistiges Eigentum

6.1 Eingeräumte Nutzungsrechte

Der Anbieter räumt den Nutzer:innen für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht exklusives, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Plattform und die dort bereitgestellten Inhalte im vertraglich vorgesehenen Umfang zu nutzen.

6.2 Eigentum an der Plattform

Sämtliche Software-Komponenten, Quellcodes, Datenbanken, Designs, Layouts, Strukturen, KI-Funktionen und sonstigen Elemente der Plattform stehen im Eigentum des Anbieters oder dessen Lizenzgeber:innen.

6.3 Open Educational Resources (OER)

Der Anbieter arbeitet, wo sinnvoll, mit Open Educational Resources („OER"). Inhalte, die auf OER basieren, bleiben unter den jeweils angegebenen offenen Lizenzen (z.B. Creative Commons) nutzbar. Der Anbieter erhebt keinen Eigentumsanspruch auf die zugrunde liegenden Wissensinhalte, sehr wohl aber auf die didaktische Struktur, technische Integration und visuelle Aufbereitung.

6.4 Unzulässige Nutzung

Jede Nutzung außerhalb der bestimmungsgemäßen Verwendung, insbesondere Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Zugänglichmachung oder Bearbeitung von geschützten Inhalten ohne entsprechende Lizenz oder gesetzliche Erlaubnis, ist unzulässig.

6.5 Marken und Kennzeichen

Der Name „fintogo", das Logo, Marken, Domains sowie sonstige Kennzeichen des Anbieters sind rechtlich geschützt. Eine Nutzung außerhalb der Plattform bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.

6.6 Nutzergenerierte Inhalte

Nutzer:innen verbleiben Inhaber:innen der Rechte an eigenen Inhalten (z.B. Texte, Aufgaben, Kommentare), die sie in die Plattform einbringen. Sie räumen dem Anbieter jedoch ein einfaches, vergütungsfreies Nutzungsrecht an diesen Inhalten ein, beschränkt auf den Zweck, die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen (einschließlich Speicherung, Anzeige, Bearbeitung im Rahmen der Funktionen, Sicherung und technischen Weiterentwicklung). Der Anbieter ist berechtigt, nicht-personenbezogene, anonymisierte oder aggregierte Daten und Auswertungen für statistische und produktbezogene Zwecke zu nutzen.

7. Pflichten der Nutzer:innen

7.1 Bestimmungsgemäße Nutzung

Die Plattform ist ausschließlich für Bildungszwecke bestimmt. Nutzer:innen verpflichten sich, die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB zu verwenden.

7.2 Verbotene Handlungen

Es ist insbesondere untersagt:

  • Rechtswidrige, beleidigende, diskriminierende, jugendgefährdende oder extremistische Inhalte einzugeben, zu verbreiten oder zu verlinken
  • Technische Schutzmechanismen zu umgehen oder Sicherheitslücken auszunutzen
  • Automatisierte Skripte, Bots oder andere nicht autorisierte Tools zur massenhaften oder missbräuchlichen Nutzung einzusetzen
  • Die Funktionsfähigkeit der Plattform zu stören oder zu überlasten
  • Im KI-Chat besonders schützenswerte Daten (z.B. Gesundheitsdaten, politische Meinungen, Religionszugehörigkeit) einzugeben, soweit dies für den Lernzweck nicht erforderlich ist

Sicherheit der Zugangsdaten

7.3 Schutz der Zugangsdaten

Nutzer:innen sind verpflichtet, ihre Zugangsdaten (insbesondere Passwörter) sicher aufzubewahren, geheim zu halten und Dritten nicht zugänglich zu machen. Bei Verdacht auf Missbrauch oder Verlust sind sie verpflichtet, ihr Passwort unverzüglich zu ändern und den Anbieter zu informieren.

7.4 Pflichten institutioneller Kunden

Institutionelle Kunden (Schulen, BMB etc.) stellen sicher, dass nur berechtigte Personen Zugang zu institutionellen Konten (z.B. Lehrer:innenzugänge) erhalten und dass die datenschutzrechtlichen Vorgaben gegenüber Schüler:innen und Erziehungsberechtigten eingehalten werden.

7.5 Folgen bei Verstößen

Bei Verstößen gegen diese AGB ist der Anbieter berechtigt, Nutzerkonten vorübergehend zu sperren oder den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen. Schadensersatzansprüche des Anbieters bleiben unberührt.

8. Besondere Regelungen für Schulen, BMB und institutionelle Kunden

8.1 Datenschutzrechtliche Verantwortung

Bestellt eine Schule, eine andere Bildungseinrichtung oder eine Behörde (z.B. BMB) Lizenzen für Schüler:innen (Basic-Abo), so gelten diese Institutionen datenschutzrechtlich grundsätzlich als Verantwortliche im Sinne der DSGVO. Der Anbieter agiert in diesem Verhältnis als Auftragsverarbeiter. Es wird ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag („AVV") gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.

8.2 Funktionen für Lehrkräfte

Im Rahmen des Basic-Abos können Lehrkräfte Nutzerkonten für Schulklassen verwalten, Aufgaben und Quizze zuweisen und den Lernfortschritt einsehen. Der Umfang der einsehbaren Daten wird so gestaltet, dass nur für pädagogische Zwecke erforderliche Informationen angezeigt werden.

8.3 Verpflichtungen der Institution

Die institutionelle Kundschaft verpflichtet sich, sämtliche für den Einsatz der Plattform in der Schule erforderlichen datenschutzrechtlichen und schulrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen (z.B. Informationspflichten, Einwilligungen, interne Richtlinien).

8.4 Verpflichtungen des Anbieters

Der Anbieter verpflichtet sich, personenbezogene Daten von Schüler:innen nur im zur Vertragserfüllung erforderlichen Umfang zu verarbeiten, angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Daten zu ergreifen und keine unzulässige Übermittlung in Drittländer ohne geeignete Garantien vorzunehmen.

8.5 Staatliche Programme

Die Nutzung der Plattform im Rahmen staatlicher Qualitätsprüfungen oder Förderprogramme kann zusätzlichen Bedingungen unterliegen, die in separaten Vereinbarungen geregelt werden.

9. Preise, Zahlungsbedingungen, Laufzeit

9.1 Preisgestaltung

Die Entgelte für kostenpflichtige Leistungen (Abos, Lizenzen, Zusatzpakete) ergeben sich aus der jeweils gültigen Preisliste auf der Plattform oder aus einem individuellen Angebot. In den Preisen ist die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.

9.2 Laufzeit und Verlängerung

Abonnements haben die bei Vertragsabschluss vereinbarte Mindestlaufzeit (z.B. monatlich oder jährlich) und verlängern sich automatisch jeweils um denselben Zeitraum, sofern sie nicht rechtzeitig gekündigt werden.

9.3 Kündigungsfrist

Sofern nicht anders vereinbart, beträgt die Kündigungsfrist für kostenpflichtige Abos 30 Tage zum Ende der jeweiligen Laufzeit. Entscheidend ist das Einlangen der Kündigung beim Anbieter.

9.4 Zahlungsmodalitäten

Die Zahlung erfolgt über die auf der Plattform angebotenen Zahlungsarten (z.B. Kreditkarte, SEPA, Online-Payment). Der Anbieter ist berechtigt, die Freischaltung bzw. Verlängerung eines Abos von der vorherigen Zahlung abhängig zu machen.

9.5 Zahlungsverzug

Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt:

  • Den Zugang zur Plattform vorübergehend zu sperren
  • Verzugszinsen gemäß § 1333 ABGB (bzw. im unternehmerischen Verkehr § 456 UGB) zu verlangen
  • Mahnspesen in angemessener Höhe zu verrechnen

9.6 Aufrechnungsrechte

Aufrechnungsrechte stehen den Nutzer:innen nur zu, wenn ihre Gegenforderungen rechtskräftig festgestellt oder vom Anbieter anerkannt wurden. Verbraucher:innen können unbestrittene oder im rechtlichen Zusammenhang stehende Gegenforderungen aufrechnen.

10. Verfügbarkeit, Wartung und Weiterentwicklung

10.1 Verfügbarkeitsgarantie

Der Anbieter ist bemüht, eine durchschnittliche jährliche Verfügbarkeit der Plattform von mindestens 95 % zu gewährleisten. Hiervon ausgenommen sind Zeiten:

  • Geplanter Wartungsarbeiten
  • Höherer Gewalt (z.B. Naturkatastrophen, großflächige Netzwerkausfälle)
  • Störungen außerhalb der Einflusssphäre des Anbieters (z.B. Ausfall von Telekommunikationsnetzen, Leistungen Dritter)

10.2 Wartungsarbeiten

Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit in nutzungsärmeren Zeiten durchgeführt und nach Möglichkeit vorab angekündigt.

10.3 Weiterentwicklung der Plattform

Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform technisch und inhaltlich weiterzuentwickeln, Funktionen zu ergänzen, zu ändern oder einzustellen, soweit dadurch die Hauptleistungspflichten gegenüber zahlenden Kund:innen nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Bei wesentlichen, für Nutzer:innen nachteiligen Änderungen werden diese rechtzeitig informiert und erhalten gegebenenfalls ein Sonderkündigungsrecht.

11. KI-Funktionen und Haftungsbeschränkung für Inhalte

KI-Assistent

11.1 Zweck der KI-Funktionen

Die Plattform stellt KI-gestützte Funktionen (z.B. Chat-Assistent) als Hilfsmittel zur Verfügung, um Lerninhalte zu erklären, Beispiele zu liefern oder Fragen zu beantworten. Die Ausgaben dieser KI stellen Vorschläge dar und sind nicht notwendigerweise vollständig, aktuell oder fehlerfrei.

11.2 Eigenverantwortung der Nutzer:innen

Nutzer:innen bleiben selbst dafür verantwortlich, die von der KI generierten Inhalte kritisch zu prüfen und nicht ungeprüft zu übernehmen. Dies gilt insbesondere für Inhalte mit möglicher finanzieller, rechtlicher oder sonstiger signifikanter Konsequenz.

11.3 Keine Erfolgsgarantie

Der Anbieter übernimmt keine Haftung dafür, dass durch die Nutzung der KI-Funktionen bestimmte Lernziele, Notenverbesserungen oder wirtschaftliche Erfolge erreicht werden.

12. Gewährleistung und Haftung

12.1 Bereitstellung nach Stand der Technik

Der Anbieter stellt die Plattform dem Stand der Technik entsprechend bereit. Es ist jedoch allgemein anerkannt, dass komplexe Software nie vollständig fehlerfrei sein kann. Es besteht kein Anspruch auf jederzeit fehlerfreien Betrieb.

12.2 Gewährleistungsfristen

Gegenüber Verbraucher:innen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen uneingeschränkt. Gegenüber Unternehmer:innen beträgt die Gewährleistungsfrist 12 Monate ab Bereitstellung; sie haben Mängel unverzüglich nach Kenntnis schriftlich zu rügen.

12.3 Unbeschränkte Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.

12.4 Haftung bei leichter Fahrlässigkeit

Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten („Kardinalpflichten"). In diesen Fällen ist die Haftung auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt.

12.5 Ausschluss bestimmter Schäden

Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

12.6 Haftungsausschluss bei Nutzerverhalten

Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Schäden, die aus:

  • einer unsachgemäßen Nutzung der Plattform,
  • der Verarbeitung unzutreffender oder unvollständiger Angaben durch Nutzer:innen,
  • der eigenverantwortlichen Interpretation von Lerninhalten oder KI-Ausgaben resultieren.

13. Vertragsbeendigung und Datenlöschung

13.1 Kündigung kostenloser Verträge

Kostenlose Nutzungsverhältnisse können von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

13.2 Kündigung kostenpflichtiger Verträge

Kostenpflichtige Verträge können unter Einhaltung der jeweiligen Kündigungsfrist gemäß Punkt 9 gekündigt werden. Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Datenlöschung

13.3 Umgang mit Daten nach Vertragsende

Nach Vertragsende wird der Zugang des/der Nutzer:in zur Plattform deaktiviert. Der Anbieter löscht oder anonymisiert personenbezogene Daten, sobald sie für die Erfüllung des Vertrages bzw. zur Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten nicht mehr erforderlich sind. Details ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

13.4 Datensicherung durch Nutzer:innen

Nutzer:innen sind selbst dafür verantwortlich, ihre Daten (z.B. Lernstände, Notizen) rechtzeitig vor Vertragsende zu sichern. Ein Anspruch auf nachträgliche Datenbereitstellung besteht nicht.

14. Datenschutz

14.1 Datenschutzerklärung

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Einklang mit den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des österreichischen Datenschutzgesetzes (DSG) sowie weiterer einschlägiger Datenschutzvorschriften.

14.2 Informationspflicht

Nähere Informationen zur Datenverarbeitung, zu den Betroffenenrechten und zu den technischen und organisatorischen Maßnahmen enthält die Datenschutzerklärung, die auf der Plattform abrufbar ist.

14.3 Auftragsverarbeitung

Sofern der Anbieter im Auftrag von Schulen oder Bildungseinrichtungen personenbezogene Daten verarbeitet, erfolgt dies auf Grundlage eines Auftragsverarbeitungsvertrages (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO (siehe Anlage).

15. Änderungen der AGB

15.1 Änderungsvorbehalt

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB zu ändern, insbesondere wenn:

  • sich die Rechtslage ändert,
  • neue Funktionen eingeführt oder bestehende wesentlich modifiziert werden,
  • behördliche oder gerichtliche Entscheidungen dies erforderlich machen,
  • Anpassungen aus betrieblichen Gründen notwendig werden.

15.2 Ankündigung und Zustimmung

Änderungen werden den Nutzer:innen rechtzeitig (mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten) per E-Mail oder über die Plattform mitgeteilt. Widersprechen Nutzer:innen nicht innerhalb der Ankündigungsfrist, gelten die geänderten AGB als angenommen. Bei Widerspruch können beide Seiten das Vertragsverhältnis außerordentlich kündigen.

15.3 Ausnahme bei Bagatell-Änderungen

Rein redaktionelle oder klarstellende Änderungen ohne inhaltliche Auswirkung auf die Rechte und Pflichten der Nutzer:innen können ohne Ankündigungsfrist erfolgen.

16. Schlussbestimmungen

16.1 Anwendbares Recht

Für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und den Nutzer:innen gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbraucher:innen gilt dies nur insoweit, als zwingende Verbraucherschutzbestimmungen des Staates, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, nicht entgegenstehen.

16.2 Gerichtsstand

Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB ist – soweit gesetzlich zulässig – Wien (Innere Stadt). Für Verbraucher:innen gilt der gesetzliche Gerichtsstand.

16.3 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

16.4 Online-Streitbeilegung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. Der Anbieter ist nicht verpflichtet und grundsätzlich nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor Verbraucherschlichtungsstellen teilzunehmen.

Anlage: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Ergänzend zu den AGB für institutionelle Kunden (Schulen, Bildungseinrichtungen, Behörden)

1. Gegenstand und Dauer der Auftragsverarbeitung

1.1 Vertragsgegenstand

Der Auftragsverarbeiter (Anbieter/fintogo) verarbeitet im Auftrag des Verantwortlichen (Schule/Bildungseinrichtung/Behörde) personenbezogene Daten zur Erbringung der im Hauptvertrag (AGB, Rahmenvertrag oder Einzelbestellung) beschriebenen Leistungen. Dies umfasst insbesondere die Bereitstellung der Lernplattform, das Hosting von Nutzerkonten, die Verarbeitung von Lernfortschritten und die Unterstützung durch KI-Funktionen.

1.2 Dauer

Dieser AVV gilt für die Dauer des zugrundeliegenden Hauptvertrages und endet automatisch mit dessen Beendigung.

2. Art und Zweck der Datenverarbeitung

2.1 Art der Verarbeitung

Der Auftragsverarbeiter ist berechtigt, folgende Verarbeitungsvorgänge durchzuführen:

  • Erhebung, Speicherung, Verwendung
  • Organisation, Strukturierung
  • Abfrage, Einsichtnahme (durch berechtigte Lehrkräfte/Administratoren)
  • Übermittlung innerhalb der Plattform
  • Einschränkung, Löschung oder Vernichtung

2.2 Zweck der Verarbeitung

Die Verarbeitung dient ausschließlich der Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistungen (Bereitstellung der Lernplattform, Verwaltung von Schulklassen, Zuweisung von Lernmaterialien, Auswertung von Lernfortschritten).

3. Kategorien betroffener Personen und Daten

3.1 Betroffene Personengruppen

  • Schüler:innen (auch minderjährige)
  • Lehrkräfte
  • Schuladministration

3.2 Kategorien personenbezogener Daten

  • Stammdaten: Name, E-Mail-Adresse, Schule, Klasse, ggf. Geburtsdatum
  • Nutzungsdaten: Login-Daten (gehashte Passwörter), Zugriffszeitpunkte
  • Inhaltsdaten: Lernfortschritte, Quiz-Ergebnisse, Antworten, Notizen, Chat-Interaktionen
  • Technische Daten: IP-Adressen, Geräte-/Browserinformationen (soweit technisch erforderlich)

3.3 Besondere Kategorien

Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten gemäß Art. 9 DSGVO ist grundsätzlich nicht vorgesehen und nicht gestattet, es sei denn, der Verantwortliche erteilt hierzu ausdrücklich eine schriftliche Weisung.

4. Pflichten des Auftragsverarbeiters

4.1 Weisungsgebundenheit

Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen. Die Weisung ergibt sich aus diesem AVV sowie aus dem Hauptvertrag. Zusätzliche oder abweichende Weisungen bedürfen der Schriftform. Der Auftragsverarbeiter informiert den Verantwortlichen unverzüglich, wenn eine Weisung nach seiner Auffassung gegen Datenschutzrecht verstößt.

4.2 Vertraulichkeit

Der Auftragsverarbeiter verpflichtet alle mit der Verarbeitung betrauten Personen zur Vertraulichkeit und stellt sicher, dass diese zur Einhaltung der Datenschutzbestimmungen verpflichtet wurden.

4.3 Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM)

Der Auftragsverarbeiter trifft geeignete technische und organisatorische Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten. Diese umfassen insbesondere:

  • Verschlüsselung der Datenübertragung (SSL/TLS)
  • Gehashte Speicherung von Passwörtern
  • Zugangskontrollen und Rollenkonzepte
  • Regelmäßige Datensicherungen (Backups)
  • Protokollierung sicherheitsrelevanter Ereignisse
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates

4.4 Unterstützung des Verantwortlichen

Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen nach Möglichkeit mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen bei:

  • der Erfüllung von Betroffenenrechten (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit),
  • der Einhaltung von Art. 32–36 DSGVO (Datensicherheit, Meldung von Datenschutzverletzungen, Datenschutz-Folgenabschätzung).

4.5 Löschung und Rückgabe

Nach Beendigung des Vertrages löscht oder anonymisiert der Auftragsverarbeiter sämtliche personenbezogenen Daten, soweit nicht gesetzliche Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Auf Wunsch des Verantwortlichen können Daten auch zurückgegeben werden (Export in gängigen Formaten). Bestehende Kopien (z.B. Backups) werden im Rahmen der nächsten turnusmäßigen Löschung entfernt.

5. Subunternehmer (Unterauftragsverarbeiter)

5.1 Genehmigung

Der Verantwortliche erteilt hiermit seine allgemeine Genehmigung zur Beauftragung von Subunternehmern. Eine aktuelle Liste der Subunternehmer wird auf der Plattform veröffentlicht oder auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

5.2 Wesentliche Subunternehmer

Derzeit eingesetzte Subunternehmer:

  • Hosting-Dienstleister: Österreichischer Cloud-Anbieter (EU-Standort)
  • KI-Anbieter: Außereuropäischer KI-Dienst (Drittland, angemessene Garantien gemäß Art. 46 DSGVO)
  • E-Mail-Dienstleister: Europäischer Anbieter für Transaktions-E-Mails

5.3 Änderungen und Widerspruchsrecht

Änderungen an der Subunternehmerliste werden dem Verantwortlichen mindestens 30 Tage im Voraus mitgeteilt. Der Verantwortliche hat das Recht, innerhalb dieser Frist Widerspruch einzulegen. Bei berechtigtem Widerspruch kann der Verantwortliche den Vertrag außerordentlich kündigen.

5.4 Verpflichtungen gegenüber Subunternehmern

Der Auftragsverarbeiter verpflichtet Subunternehmer vertraglich zu denselben Datenschutzbedingungen wie in diesem AVV festgelegt. Die Verantwortung gegenüber dem Verantwortlichen bleibt beim Auftragsverarbeiter.

6. Datenschutzverletzungen

6.1 Meldepflicht

Der Auftragsverarbeiter meldet dem Verantwortlichen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 48 Stunden nach Kenntnisnahme.

6.2 Dokumentation und Unterstützung

Der Auftragsverarbeiter dokumentiert alle relevanten Informationen zur Datenschutzverletzung und unterstützt den Verantwortlichen bei dessen Meldepflichten gegenüber Aufsichtsbehörden und Betroffenen.

7. Kontrollrechte

7.1 Auskunft

Der Verantwortliche hat das Recht, beim Auftragsverarbeiter die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben zu überprüfen. Der Auftragsverarbeiter stellt hierfür auf Anfrage geeignete Informationen zur Verfügung (z.B. Dokumentation der TOM, Zertifikate).

7.2 Audits

Der Verantwortliche kann nach vorheriger Ankündigung (mindestens 14 Tage) und in angemessenem Umfang Audits durchführen oder durch beauftragte Dritte durchführen lassen. Die Kosten trägt grundsätzlich der Verantwortliche, es sei denn, das Audit ergibt erhebliche Verstöße.

8. Haftung und Schadensersatz

8.1 Haftung gemäß DSGVO

Die Haftung richtet sich nach Art. 82 DSGVO. Der Auftragsverarbeiter haftet für Schäden, die durch eine nicht rechtmäßige Verarbeitung oder durch eine gegen die DSGVO verstoßende Handlung entstehen, soweit er seinen speziell den Auftragsverarbeitern auferlegten Pflichten nicht nachgekommen ist oder gegen rechtmäßige Weisungen des Verantwortlichen verstoßen hat.

8.2 Freistellung

Verstößt der Auftragsverarbeiter schuldhaft gegen seine Pflichten aus diesem AVV, stellt er den Verantwortlichen von Ansprüchen Dritter frei, die hieraus resultieren.

9. Schlussbestimmungen

9.1 Vorrang

Bei Widersprüchen zwischen diesem AVV und den AGB geht dieser AVV vor, soweit es um Fragen der Auftragsverarbeitung geht.

9.2 Änderungen

Änderungen dieses AVV bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses.

9.3 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gelten die Regelungen gemäß Punkt 16 der AGB entsprechend.

Stand: 30. November 2025
FTG Finance Technologies GmbH
Börsegasse 9/8, 1010 Wien