Allgemeine Geschäftsbedingungen

Gültig für die App „fintogo” und den Marktplatz-Dienst „fintogo – Rechnungswesen” – Stand: 10.09.2026

Aufbau: Teil A gilt für beide Produkte. Teil B gilt zusätzlich und vorrangig für die mobile App, Teil C zusätzlich und vorrangig für den Marktplatz-Dienst „fintogo – Rechnungswesen” (mit AVV-Anlage). Bei Widerspruch zwischen Teil A und einem besonderen Teil gilt der besondere Teil.

Teil A – Allgemeiner Teil

Gilt für beide Produkte: die mobile App „fintogo” und den Marktplatz-Dienst „fintogo – Rechnungswesen”

A.1 Geltungsbereich, Anbieter, Aufbau

A.1.1 Anbieter

FTG Finance Technologies GmbH Börsegasse 9/8, 1010 Wien, Österreich FN 666615t („Anbieter” oder „fintogo”)

A.1.2 Zwei Produkte

Der Anbieter betreibt zwei eigenständige Angebote: die mobile App „fintogo” für private Einzelnutzer:innen (B2C), beziehbar über Apple App Store bzw. Google Play (geregelt in Teil B), und den webbasierten Marktplatz-Dienst „fintogo – Rechnungswesen”, vertrieben über den Marktplatz Lernapps an Schulen, Bildungseinrichtungen und Privatpersonen (geregelt in Teil C). Beide sind getrennte Vertragsverhältnisse mit eigener Leistungsbeschreibung, Preislogik und Vertragspartner-Kontext; ein Vertrag über das eine Produkt begründet kein Nutzungsverhältnis am anderen.

A.1.3 Anwendbarkeit von Teil B und C

Maßgeblich für die Anwendbarkeit von Teil B oder Teil C ist der Vertriebskanal des jeweiligen Vertrags: App-Store-Download/In-App-Abo → Teil B; Bestellung/Angebot/Rahmenvertrag über den Marktplatz Lernapps → Teil C. Bei Widerspruch zwischen Teil A und dem einschlägigen besonderen Teil geht der besondere Teil vor. Individuelle schriftliche Vereinbarungen (insb. Rahmenverträge nach Teil C) gehen allen Teilen dieser AGB vor.

A.1.4 Verbraucherschutz

Gegenüber Verbraucher:innen gehen zwingende verbraucherschützende Bestimmungen ihres jeweiligen gewöhnlichen Aufenthaltsstaats (Österreich, Deutschland, Schweiz oder ein anderer Staat) diesen AGB vor, soweit sie zwingend anzuwenden sind.

A.1.5 Entgegenstehende Bedingungen

Abweichende Bedingungen der Nutzer:innen werden nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Anbieters Vertragsbestandteil.

A.1.6 Verhältnis zu Apple/Google

Für den Bezug der App über Apple App Store bzw. Google Play gelten zusätzlich deren jeweilige Nutzungsbedingungen. Im Verhältnis Nutzer:in–Anbieter gehen diese AGB vor; für Zahlungsabwicklung, Rückerstattungen und Kontoverwaltung gelten vorrangig die Store-Bedingungen (näher B.4.5).

A.2 Eigentum, geistiges Eigentum, Marken

Software, Quellcode, Datenbanken, Design und KI-Funktionen beider Produkte stehen im Eigentum des Anbieters oder seiner Lizenzgeber:innen. Bei OER-basierten Inhalten bleibt die zugrunde liegende offene Lizenz (z. B. Creative Commons) bestehen; Eigentum beansprucht der Anbieter nur an didaktischer Struktur, technischer Integration und Aufbereitung. Name „fintogo”, Logo und sonstige Kennzeichen sind geschützt; eine Nutzung außerhalb der Produkte bedarf vorheriger schriftlicher Zustimmung.

A.3 Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach DSGVO, DSG und einschlägigen Datenschutzvorschriften. Die gemeinsame Datenschutzerklärung enthält gesonderte Bestimmungen für die mobile App und den Marktplatz-Dienst, insbesondere aufgrund unterschiedlicher Nutzergruppen, KI-Funktionen und Rollenkonzepte. Für institutionelle Kund:innen des Marktplatz-Dienstes gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Anlage zu Teil C.

Hinweis zum aktuellen Stand (Version 1.0): Die App zeigt zum Zeitpunkt dieser Fassung keine Werbung und setzt kein Werbe-/Retargeting-Tracking, kein Analytics und kein Crash-Reporting ein (Details in der Datenschutzerklärung, B.2.7/B.4/B.7). Diese Aussage beschreibt ausschließlich den Stand zum Launch; sollten künftig Werbe-, Sponsoring-, Affiliate- oder Analyseformate eingeführt werden, werden AGB und Datenschutzerklärung vor deren Einführung entsprechend angepasst (siehe A.6).

A.4 Haftung und Gewährleistung

A.4.1 Gewährleistung

Gegenüber Verbraucher:innen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen ihres jeweiligen gewöhnlichen Aufenthaltsstaats uneingeschränkt. Gegenüber Unternehmer:innen (insb. institutionelle Kund:innen nach Teil C) beträgt die Gewährleistungsfrist 12 Monate ab Bereitstellung; Mängel sind unverzüglich schriftlich zu rügen.

A.4.2 Haftungsumfang

Unbeschränkte Haftung besteht für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, begrenzt auf den vorhersehbaren Schaden. Mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangener Gewinn und Datenverlust sind – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Produkthaftung und zwingende Verbraucherschutzbestimmungen bleiben unberührt.

A.4.3 KI-Funktionen

Die KI-Funktionen beider Produkte (u. a. Lerncoach „FINN”, Lernunterlagen-Generierung, Podcast-Funktion in der App; Chat-Assistent im Marktplatz-Dienst) werden serverseitig über das Backend des Anbieters unter Einbindung externer KI-Infrastruktur bereitgestellt (näher Datenschutzerklärung B.2.2) und liefern automatisiert erzeugte Vorschläge, die nicht zwingend vollständig, aktuell oder fehlerfrei sind. Alle Inhalte dienen ausschließlich Bildungs- und Übungszwecken und sind keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Nutzer:innen prüfen KI-Ausgaben eigenverantwortlich, bevor sie sie für Entscheidungen mit finanzieller oder rechtlicher Tragweite verwenden. Für Lernerfolge oder Notenverbesserungen wird keine Haftung übernommen.

A.4.4 Verfügbarkeit und Weiterentwicklung

Der Anbieter ist um eine durchschnittliche jährliche Verfügbarkeit von mindestens 95 % bemüht; ausgenommen sind Wartungsarbeiten, höhere Gewalt und Störungen außerhalb seiner Einflusssphäre (z. B. Store- oder Netzausfälle). Der Anbieter darf beide Produkte weiterentwickeln und Funktionen ändern, soweit die Hauptleistungspflichten nicht wesentlich beeinträchtigt werden; bei wesentlichen nachteiligen Änderungen erfolgt rechtzeitige Information mit ggf. Sonderkündigungsrecht. App-Updates (einschließlich technischer Zwischenaktualisierungen des App-Inhalts ohne vollständige Store-Aktualisierung) können automatisiert bereitgestellt werden; hierzu wird auf die Datenschutzerklärung (B.8) verwiesen.

A.4.5 Nutzergenerierte Inhalte

Für Inhalte, die Nutzer:innen selbst einstellen oder teilen, übernimmt der Anbieter keine Gewähr für Richtigkeit oder Rechtekonformität; verantwortlich ist die einstellende Person. Rechtswidrige Inhalte werden nach Kenntniserlangung entfernt. Zu Melde- und Abhilfeverfahren für mit anderen Nutzer:innen geteilte Inhalte siehe B.7.7.

A.5 Nutzerpflichten (allgemein)

Zugangsdaten sind sicher aufzubewahren und geheim zu halten; bei Missbrauchsverdacht ist das Passwort unverzüglich zu ändern und der Anbieter zu informieren. Bei AGB-Verstößen kann der Anbieter Konten vorübergehend sperren oder den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen; Schadensersatzansprüche bleiben unberührt. Produktspezifische Verhaltensregeln für die Community-Funktionen der App ergeben sich aus Teil B.

A.6 Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB ändern, insbesondere bei Rechtsänderungen, neuen Funktionen, behördlichen Vorgaben oder betrieblichem Bedarf; eine Änderung eines besonderen Teils berührt das jeweils andere Produkt nicht. Wesentliche Änderungen werden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail oder in-App/-Marktplatz mitgeteilt; widerspricht die Nutzerin/der Nutzer nicht fristgerecht, gelten sie als angenommen (darauf wird hingewiesen). Bei Widerspruch besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens. Rein redaktionelle Änderungen sind ohne Ankündigungsfrist zulässig. Preisänderungen richten sich nach Punkt B.4.7 (App) bzw. C.5.5 (Marktplatz-Dienst).

A.7 Schlussbestimmungen

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG); für Verbraucher:innen nur soweit zwingende Verbraucherschutzbestimmungen ihres gewöhnlichen Aufenthaltsstaats (Österreich, Deutschland, Schweiz oder ein anderer Staat) nicht entgegenstehen. Ausschließlicher Gerichtsstand ist, soweit zulässig, das für Wien Innere Stadt zuständige Gericht; für Verbraucher:innen gilt der gesetzliche Gerichtsstand. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen – auch nur eines besonderen Teils – berührt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen bzw. des jeweils anderen Teils nicht; an die Stelle tritt eine dem wirtschaftlichen Zweck möglichst nahekommende Regelung. An Verfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nimmt der Anbieter nicht teil. Für Nutzer:innen mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz gelten die vorstehenden Regelungen zu anwendbarem Recht und Gerichtsstand entsprechend, soweit dem keine zwingenden schweizerischen Vorschriften entgegenstehen (vgl. Art. 120 IPRG). Kontakt: die auf fintogo.ai veröffentlichten Kontaktdaten.

Teil B – Besondere Bestimmungen für die mobile App „fintogo”

Gilt ausschließlich für Bezug und Nutzung der über Apple App Store bzw. Google Play bereitgestellten App durch private Einzelnutzer:innen (B2C) in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Ergänzt Teil A; bei Widerspruch geht Teil B vor.

B.1 Anwendungsbereich, Vertriebswege

Teil B gilt ausschließlich für die App gemäß A.1.2 und für Abonnements innerhalb der App. Er gilt nicht für den Marktplatz-Dienst (dafür Teil C). Die App richtet sich an Nutzer:innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz; Teil B gilt einheitlich für Nutzer:innen in allen drei Ländern, soweit nachfolgend nicht länderspezifische Besonderheiten (insbesondere B.2.2, B.6) ausdrücklich abweichend geregelt sind. Zielgruppe: private Einzelnutzer:innen, insbesondere Schüler:innen berufsbildender höherer/mittlerer Schulen (u. a. HAK/HAS) ab dem Mindestalter nach B.2.2, Studierende und Berufseinsteiger:innen.

Verfügbare Plattformen: Die App ist zum Marktstart über den Apple App Store (iOS) verfügbar; die Bereitstellung über Google Play (Android) ist geplant. Regelungen dieser AGB, die auf Google Play Bezug nehmen, gelten ab dem Zeitpunkt entsprechend, zu dem die App tatsächlich über Google Play angeboten wird; bis dahin sind sie als zukunftsbezogen zu lesen und auf der Website/im Store-Eintrag entsprechend darzustellen.

Version 1.0 der App bietet für alle Nutzer:innen unabhängig vom Alter denselben Funktionsumfang; eine nach Alter differenzierte App-Erfahrung ist für Version 1.0 nicht vorgesehen. Altersbezogene Regelungen betreffen daher ausschließlich Registrierung, Vertragsschluss und Zustimmungserfordernisse (B.2.2), nicht den Funktionsumfang selbst.

B.2 Vertragspartner, Vertragsschluss, Registrierung

B.2.1 Vertragspartner

Vertragspartner ist ausschließlich der Anbieter. Apple bzw. Google sind nicht Vertragspartner der App-Nutzung, sondern treten bei Store-Käufen als Zahlungs- und Abwicklungspartner auf (näher B.4.5). Für die Anmeldung per Sign-in-Funktion (B.2.3) treten Apple bzw. Google zusätzlich als eigenständige Identitätsanbieter auf; auch insoweit werden sie nicht Vertragspartner der App-Nutzung.

B.2.2 Mindestalter, Store-Altersfreigabe und Zustimmung Erziehungsberechtigter

Verhältnis zur Store-Altersfreigabe: Die im Apple App Store bzw. bei Google Play angegebene Altersfreigabe ist eine Inhaltsklassifizierung des jeweiligen Stores und kein vertragliches Mindestalter. Für Registrierung und Nutzung gilt ausschließlich das nachfolgend festgelegte Mindestalter von 14 Jahren.

Einheitliches Mindestalter 14 Jahre (AT/DE/CH): Registrierung und Nutzung der App setzen unabhängig vom gewählten Anmeldeweg ein Mindestalter von 14 Jahren voraus.

Unter 14 Jahren: Eine eigenständige Registrierung ist unter 14 Jahren nicht möglich; ein gesondertes, von Erziehungsberechtigten verwaltetes Konto für unter 14-Jährige wird in Version 1.0 nicht angeboten.

Zusätzliche Bestätigung für 14- und 15-jährige Nutzer:innen (alle drei Märkte): Nutzer:innen, die bei der Registrierung ein Alter von 14 oder 15 Jahren angeben, bestätigen zusätzlich, dass ihre Erziehungsberechtigten mit der Nutzung der App grundsätzlich einverstanden sind. Diese Bestätigung erfolgt einheitlich in allen drei Märkten im Rahmen des Registrierungsprozesses (keine unterschiedliche App-Erfahrung), dient aber der besonderen Absicherung gegenüber den in Deutschland und der Schweiz abweichenden rechtlichen Maßstäben (siehe unten). Ab 16 Jahren ist diese zusätzliche Bestätigung nicht erforderlich.

Kostenpflichtiges Pro-Abo: Für ein Pro-Abo gilt zusätzlich zu den vorstehenden Regeln:

  • Minderjährige bestätigen, dass die Kosten von eigenen, frei verfügbaren Mitteln gedeckt sind oder die Erziehungsberechtigten zugestimmt haben.
  • Der Anbieter empfiehlt, vor einem kostenpflichtigen Abo die Zustimmung der Erziehungsberechtigten einzuholen, da das Store-Zahlungsmittel meist auf deren Namen läuft.

Bei begründeten Zweifeln kann der Anbieter Nachweise zu Alter oder Zustimmung verlangen und die Nutzung bis zur Klärung einschränken.

B.2.3 Registrierung, Anmeldeverfahren

Für die Nutzung ist ein Nutzerkonto mit vollständigen, wahrheitsgemäßen Angaben erforderlich; Änderungen sind unverzüglich zu aktualisieren. Pro Person ist nur ein Konto zulässig, nicht übertragbar an Dritte.

Die Registrierung bzw. Anmeldung kann wahlweise erfolgen über: (a) klassische Registrierung mit E-Mail-Adresse und selbst gewähltem Passwort, (b) „Sign in with Apple” oder (c) Google Sign-In. Bei den Anmeldeverfahren nach (b) und (c) wird die Identität über den jeweiligen Drittanbieter (Apple bzw. Google) bestätigt; welche Kontodaten dabei jeweils verarbeitet werden, insbesondere ob und wann ein tatsächlicher Name statt eines frei wählbaren Anzeigenamens im fintogo-Konto hinterlegt wird, richtet sich nach dem gewählten Anmeldeweg (näher Datenschutzerklärung B.2.1).

B.2.4 Vertragsschluss

Ein unentgeltliches Free-Nutzungsverhältnis kommt mit erfolgreicher Registrierung und Bestätigung zustande. Ein Pro-Abo kommt mit der finalen Kaufbestätigung im Store-Kaufdialog (inkl. Preis, Laufzeit, automatischer Verlängerung) zustande; Zahlung und Kontobelastung erfolgen über den jeweiligen Store (B.4.5). Die technische Verwaltung des Abo-Status erfolgt unter Einbindung eines spezialisierten Abo-Verwaltungsdienstleisters (näher Datenschutzerklärung B.2.6a). Die Leistungsbereitstellung erfolgt ausschließlich digital, ein Anspruch auf physische Unterlagen besteht nicht.

B.2.5 Ablehnung und Sperre

Der Anbieter kann die Registrierung ablehnen oder ein Konto sperren, wenn begründete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen Punkt B.2.2 (Mindestalter) oder B.7 (Nutzungsregeln) vorliegen.

B.3 Leistungsbeschreibung Free vs. Pro

B.3.1 Zwei Nutzungsstufen

Die App wird in einer kostenlosen Stufe („Free”) und einer kostenpflichtigen Stufe („Pro”) angeboten. Der verbindliche Leistungsumfang beider Stufen ergibt sich aus der jeweils aktuellen Feature-Übersicht in der App bzw. auf der Preisseite. Änderungen der darin festgelegten Limits erfordern keine AGB-Änderung, solange der Kern der jeweiligen Stufe nicht wesentlich verschlechtert wird.

B.3.2 Free

Free umfasst: Zugang zu allen Lerngebieten mit einem in der Feature-Übersicht festgelegten Modulanteil je Gebiet (mindestens 1 Modul); ein tägliches Kontingent an FINN-Interaktionen; ein monatliches Kontingent an generierbaren Lernunterlagen mit begrenztem Umfang je Unterlage; ein einmaliges Kontingent an KI-Podcast-Folgen („FINN & FINNY”); uneingeschränkte Teilnahme an Duellen und uneingeschränktes Bewerten fremder Lernunterlagen; Teilen eigener und Speichern fremder Lernunterlagen im Rahmen der Mengenlimits nach B.3.4; vollen Zugang zu Punkten, Levels, Streak und Rangliste. Free ist unentgeltlich und unbefristet.

B.3.3 Pro

Pro umfasst zusätzlich: uneingeschränkten Zugriff auf alle Module inkl. künftiger Inhalte; FINN ohne spürbare Begrenzung (Fair-Use-Vorbehalt, B.3.5); unbegrenzte Lernunterlagen-Generierung in größerem Umfang; unbegrenzte Podcast-Nutzung; unbegrenztes Teilen und Speichern von Lernunterlagen (Duelle und Bewertungen sind bereits in Free unbegrenzt und daher in Pro nicht erweitert).

B.3.4 Community-Funktionen als Vertragsinhalt

Duelle und das Bewerten fremder Lernunterlagen sind in Free und Pro identisch unbegrenzt verfügbar. Das Teilen eigener sowie das Speichern/Übernehmen fremder Lernunterlagen ist in Free durch die in der Feature-Übersicht festgelegten Mengenlimits begrenzt (z. B. Anzahl teilbarer Unterlagen pro Monat, Anzahl gleichzeitig speicherbarer fremder Unterlagen) und in Pro unbegrenzt. Diese Limits sind Vertragsinhalt, nicht nur UI-Darstellung, und können nur im Rahmen einer Anpassung der Feature-Übersicht nach B.3.1/A.6 geändert werden.

B.3.5 Fair-Use-Vorbehalt

Auch „unbegrenzte” Pro-Funktionen unterliegen einer technischen Fair-Use-Obergrenze gegen Missbrauch, die bei regulärer Nutzung nicht erreicht wird; ihr Erreichen führt höchstens zu einer vorübergehenden Beschränkung.

B.4 Preise, Zahlungsmodalitäten, Abo-Laufzeiten

Für den Vertragsinhalt ist ausschließlich der im Kaufbildschirm unmittelbar vor Vertragsabschluss angezeigte, tatsächlich zu zahlende Betrag maßgeblich (siehe B.4.2/B.4.3).

B.4.1 Free

Unentgeltlich.

B.4.2 Pro-Monatsabo

Regulärer Preis derzeit 14,99 € pro Monat (Österreich/Deutschland, inkl. gesetzlicher USt., soweit nicht anders angegeben; für die Schweiz gilt der dort in Schweizer Franken im Store angezeigte Preis), monatliche Abrechnung im Voraus, keine Rabattierung, automatische Verlängerung um jeweils einen weiteren Monat zum selben Preis, sofern nicht rechtzeitig gekündigt wird. Maßgeblich ist stets der im Store-Kaufdialog unmittelbar vor Kaufabschluss angezeigte, tatsächlich zu zahlende Preis; dieser kann je nach Land geringfügig abweichen (z. B. rundungsbedingt oder aufgrund unterschiedlicher Steuersätze/Store-Preisstufen). Kündbar monatlich zum Ende der laufenden Periode (B.5.2).

B.4.3 Pro-Jahresabo und Einführungsangebot

Feste Laufzeit von zwölf Monaten; der Betrag für die jeweilige Vertragsperiode wird bei Vertragsabschluss bzw. bei Verlängerung einmalig für die gesamte Laufzeit im Voraus abgebucht. Der reguläre Preis des Jahresabos beträgt derzeit 179,99 € pro Jahr (Österreich/Deutschland, inkl. USt., soweit nicht anders angegeben; für die Schweiz gilt der dort in Schweizer Franken angezeigte Preis).

Einführungsangebot für Neukund:innen: Für berechtigte Neukund:innen (Berechtigung richtet sich nach den Kriterien des jeweiligen Stores, insbesondere danach, ob für die betreffende Abo-Gruppe zuvor bereits ein Einführungs- bzw. Probeangebot in Anspruch genommen wurde) gilt im Zeitraum vom 17.09.2026 bis 31.12.2026 für Neuabschlüsse ein Einführungspreis von 89,99 € für das erste Vertragsjahr, ebenfalls einmalig im Voraus fällig. Dies entspricht gegenüber dem regulären Jahrespreis von 179,99 € einer Ersparnis von rund 50 % für das erste Vertragsjahr. Diese Angabe bezieht sich ausschließlich auf den genannten Angebotszeitraum und die genannten Beträge; sie gilt nicht automatisch für spätere Zeiträume oder abweichende, künftig im Store angezeigte Preise.

Nach Ablauf des Angebotszeitraums (31.12.2026) steht das Einführungsangebot für Neuabschlüsse nicht mehr zur Verfügung, sofern es nicht verlängert wird; maßgeblich ist in jedem Fall ausschließlich der im Store-Kaufdialog zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsabschlusses tatsächlich angezeigte Preis, nicht die vorstehend genannten Beträge, falls diese zwischenzeitlich von Apple bzw. Google geändert wurden.

Die vorstehenden Beträge gelten unmittelbar für Österreich und Deutschland (EUR); für die Schweiz gilt der im Store in Schweizer Franken angezeigte, marktüblich umgerechnete Betrag. Da nach B.4.2/B.4.3 in jedem Fall der im Store-Kaufdialog tatsächlich angezeigte Preis maßgeblich ist, entfaltet die konkrete Store-Preiskonfiguration je Land keine über diese AGB hinausgehende Regelungswirkung.

B.4.4 Automatische Verlängerung (Auto-Renewal)

Ein im Rahmen des Einführungsangebots abgeschlossenes Jahresabo verlängert sich nach Ablauf der ersten Vertragsperiode automatisch um jeweils ein weiteres Jahr zum dann gültigen regulären Jahrespreis (derzeit 179,99 €; maßgeblich ist der zum jeweiligen Verlängerungszeitpunkt im Store tatsächlich angezeigte reguläre Preis, falls dieser sich zwischenzeitlich geändert hat), sofern nicht rechtzeitig gekündigt wird (B.5.3); das Einführungsangebot gilt ausschließlich für die erste Vertragsperiode. Vor der ersten regulären Verlängerung weist der Anbieter bzw. der jeweilige Store rechtzeitig (z. B. per E-Mail oder In-App) auf Preis, Verlängerung und Kündigungsmöglichkeit hin; bei Folgeverlängerungen gilt jeweils der dann aktuelle reguläre Preis.

B.4.5 Zahlungsabwicklung über Apple/Google

Pro-Abos werden ausschließlich über die In-App-Kaufsysteme von Apple bzw. – sobald verfügbar – Google erworben. Apple/Google rechnen ab und stellen Kaufbeleg/-bestätigung automatisch aus, nicht der Anbieter. Der Anbieter erhält von Apple/Google ausschließlich die zur Freischaltung und Verwaltung des Pro-Zugangs erforderlichen Kauf-, Abo- und Berechtigungsinformationen („Entitlement-Informationen”) – vermittelt über den in der Datenschutzerklärung (B.2.6a) beschriebenen technischen Abo-Verwaltungsdienstleister – sowie periodische Store-Abrechnungsinformationen über ausgezahlte Erlöse, keine Kreditkarten-, Bank- oder sonstigen Zahlungsdaten der Nutzer:innen. Für Zahlungsmittel, Rückbuchungen sowie Rückerstattungs-/Widerrufsanfragen zu einem konkreten Kauf sind primär die Store-Support-Prozesse zuständig; der Anbieter hat darauf keinen unmittelbaren Einfluss. Ergänzend gelten die Nutzungsbedingungen von Apple Media Services bzw. Google Play. Kündigung/Verwaltung erfolgen über die Kontoeinstellungen des jeweiligen Stores (B.5.2 f.).

B.4.6 Zahlungsverzug

Kann eine fällige Zahlung über den Store nicht eingezogen werden, endet das Pro-Abo nach den Store-Regeln; der Zugang wird auf Free zurückgestuft.

B.4.7 Preisänderungen laufender Abos

Preiserhöhungen wirken nicht rückwirkend. Beim Monatsabo greifen sie frühestens mit der nächsten, nach Ablauf der Ankündigungsfrist (A.6) beginnenden Periode; beim Jahresabo frühestens zur nächsten automatischen Verlängerung (B.4.4). Das Auslaufen des Einführungsangebots zum 31.12.2026 für Neuabschlüsse ist keine Preisänderung für bestehende Abos.

B.5 Kündigung

B.5.1 Free

Jederzeit ohne Angabe von Gründen kündbar, insbesondere durch Löschung des Accounts. Die Kontolöschung ist direkt in der App möglich (In-App-Löschpfad: Kontoeinstellungen → Gefahrenzone → Konto löschen). Zusätzlich kann die Löschung formlos über das Kontaktformular auf fintogo.ai oder per E-Mail an office@fintogo.ai (identisch mit der in A.1 genannten Kontaktadresse des Verantwortlichen) beantragt werden (Web-Kanal, wie von Google Play zusätzlich gefordert).

B.5.2 Pro-Monatsabo

Kündbar jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode über die Kontoeinstellungen des jeweiligen App-Stores. Keine anteilige Rückerstattung; Zugang besteht bis Periodenende fort.

B.5.3 Pro-Jahresabo

Kündigung zur Vermeidung der automatischen Verlängerung muss vor Ablauf der laufenden zwölfmonatigen Periode erfolgen, maßgeblich ist der jeweilige Store-Zeitpunkt (i. d. R. spätestens 24 Stunden vor Periodenende); Kündigung ebenfalls über die Store-Kontoeinstellungen. Keine anteilige Rückerstattung; Zugang besteht bis Periodenende fort.

B.5.4 Außerordentliche Kündigung

Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt; ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere bei schwerwiegendem oder wiederholtem Verstoß gegen B.7 vor.

B.5.5 Folgen der Beendigung

Nach Beendigung eines Pro-Abos wird der Account auf Free zurückgestuft; Inhalte und Fortschrittsdaten bleiben im Rahmen von Free grundsätzlich erhalten, soweit keine technischen oder Feature-Übersicht-Einschränkungen entgegenstehen. Bei vollständiger Kontolöschung erfolgt die Datenlöschung nach der Datenschutzerklärung der App.

B.6 Widerrufsrecht für Verbraucher:innen

B.6.1 Grundsatz und Frist

Verbraucher:innen mit gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich, Deutschland oder einem anderen EU-/EWR-Staat, die im Fernabsatz abschließen (insb. In-App-Kauf), steht ein Widerrufsrecht nach dem FAGG bzw. der jeweiligen nationalen Umsetzung der EU-Verbraucherrechte-Richtlinie (in Deutschland §§ 312g, 356 Abs. 5 BGB) zu (Frist 14 Tage ab Vertragsabschluss). Zur Ausübung genügt eine eindeutige Erklärung (z. B. E-Mail) oder – soweit vom Store angeboten – dessen Rückerstattungsfunktion. Ein Muster-Widerrufsformular wird auf Wunsch bereitgestellt.

Für Verbraucher:innen mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz besteht für Fernabsatzverträge dieser Art kein allgemeines gesetzliches Rücktritts- oder Widerrufsrecht. Das Abo kann nach B.5.2 jederzeit ohne Angabe von Gründen zum Ende der laufenden Periode gekündigt werden.

B.6.2 Vorzeitiges Erlöschen

Da es sich um digitale Dienstleistungen ohne körperlichen Datenträger handelt, erlischt das Widerrufsrecht nach B.6.1 vorzeitig, wenn die Nutzerin/der Nutzer im Bestellvorgang ausdrücklich zustimmt, dass die Vertragserfüllung (Freischaltung) bereits vor Fristablauf beginnt, und zur Kenntnis nimmt, dass sie/er dadurch das Widerrufsrecht verliert. Diese Zustimmung wird gesondert eingeholt, bevor Pro freigeschaltet wird.

B.6.3 Widerruf bei Store-Käufen

Widerrufs-/Rückerstattungsanfragen können zusätzlich über die Store-Prozesse gestellt werden; ein nach B.6.1 gesetzlich oder freiwillig eingeräumtes Widerrufsrecht gegenüber dem Anbieter bleibt davon unberührt, auf store-seitige Rückerstattungsentscheidungen hat der Anbieter jedoch keinen Einfluss. Ist die Leistung bereits vollständig erbracht und wurde ordnungsgemäß nach B.6.2 belehrt, besteht kein Widerrufsrecht mehr. Im Übrigen gilt das FAGG bzw. die jeweilige nationale Umsetzung.

B.7 Nutzungsregeln und Verhalten in der Community

B.7.1 Bestimmungsgemäße Nutzung

Die App dient ausschließlich Bildungs- und Übungszwecken im Bereich Wirtschafts- und Finanzbildung; sie ist im Rahmen der geltenden Gesetze, der guten Sitten und dieser AGB zu nutzen.

B.7.2 Verbotene Handlungen

Untersagt sind insbesondere:

  • rechtswidrige, beleidigende, diskriminierende, sexuell übergriffige, gewaltverherrlichende, jugendgefährdende oder extremistische Inhalte;
  • das Einstellen von Inhalten ohne ausreichende Nutzungsrechte, insbesondere fremde urheberrechtlich geschützte Lernunterlagen ohne Erlaubnis;
  • das Umgehen technischer Schutzmechanismen, Ausnutzen von Sicherheitslücken oder Unterlaufen der Feature-Limits;
  • automatisierte Skripte/Bots, insbesondere zur Manipulation von Duellen, Ranglisten oder Bewertungen;
  • das Stören oder Überlasten der App-Funktionsfähigkeit;
  • beleidigendes oder belästigendes Verhalten gegenüber anderen Nutzer:innen in Duellen, Kommentaren oder Bewertungen;
  • Werbung, Spam oder sonstige zweckfremde kommerzielle Inhalte in Lernunterlagen, Kommentaren oder Bewertungen;
  • die Eingabe besonders schützenswerter Daten (z. B. Gesundheitsdaten, politische Meinung, Religion) im KI-Chat, soweit für den Lernzweck nicht erforderlich.

B.7.3 Duelle

Duelle stehen in Free und Pro unbegrenzt zur Verfügung. Nutzer:innen verpflichten sich zu fairem Verhalten und verzichten auf technische Manipulation sowie beleidigendes Verhalten.

B.7.4 Teilen, Speichern, Bewerten von Lernunterlagen; Nutzungsrechte

Im Rahmen der Mengenlimits nach B.3.4 dürfen Nutzer:innen eigene Lernunterlagen teilen sowie fremde speichern/übernehmen; das Bewerten fremder Lernunterlagen ist unbegrenzt möglich. Geteilt werden dürfen nur eigene Inhalte oder solche mit ausreichenden Nutzungsrechten; Bewertungen sind sachlich und wahrheitsgemäß abzugeben, Missbrauch der Bewertungsfunktion ist untersagt. Nutzer:innen bleiben Rechteinhaber:innen ihrer eigenen, in der App erstellten oder geteilten Inhalte (nutzergenerierte Inhalte, „UGC”). Mit dem Erstellen bzw. Teilen räumen sie dem Anbieter ausschließlich das Recht ein, den Inhalt im zur Bereitstellung, Darstellung, Moderation und technischen Absicherung des Dienstes erforderlichen Umfang zu speichern, zu vervielfältigen, anzuzeigen und anderen Nutzer:innen im Rahmen der jeweiligen Funktion zugänglich zu machen; eine darüberhinausgehende Nutzung (insbesondere zu eigenen Werbezwecken des Anbieters außerhalb der App) ist damit nicht verbunden.

B.7.5 Automatisierte Inhaltsprüfung, Moderation, Entfernung von Inhalten

Für die Community-Funktionen (insbesondere das Teilen von Lernunterlagen) betreibt der Anbieter eine zweistufige automatisierte Inhaltsprüfung: eine Wortlisten-Prüfung sowie eine KI-gestützte Bewertung (näher Datenschutzerklärung B.2.5a). Diese Prüfung erfolgt automatisiert an drei Stellen: bei Freigabe eines Inhalts für die Community, unmittelbar nach einer KI-gestützten Erzeugung im Fall der direkten Freigabe, sowie bei jeder Meldung eines Inhalts. Wird ein Verstoß gegen B.7.2 festgestellt, wird der betreffende Inhalt aus der Community entfernt (verborgen, nicht gelöscht); er bleibt in der eigenen Bibliothek der/des Erstellenden erhalten.

Bei wiederholten bestätigten Verstößen wird die Möglichkeit, Inhalte mit der Community zu teilen, stufenweise eingeschränkt: erster bestätigter Verstoß – Verwarnung; zweiter Verstoß – befristete Sperre des Teilens für sieben Tage; dritter Verstoß – dauerhafte Sperre des Teilens. Von einer solchen Sperre betroffen ist ausschließlich die Möglichkeit, Inhalte zu teilen; das Konto, die eigene Lernbibliothek und die übrigen App-Funktionen bleiben nutzbar. Über jede Maßnahme wird die/der betroffene Nutzer:in informiert; ihr/ihm steht offen, unter der in A.1 genannten Kontaktadresse Widerspruch einzulegen, woraufhin die Entscheidung durch eine natürliche Person überprüft wird.

Der Anbieter kann Inhalte darüber hinaus bei begründetem Verdacht eines Verstoßes gegen B.7.2/B.7.4 entfernen und nicht personenbezogene, aggregierte Daten für statistische und produktbezogene Zwecke nutzen.

B.7.5a Blockieren anderer Nutzer:innen

Nutzer:innen können andere Nutzer:innen blockieren. Eine Blockierung wirkt beidseitig und löst eine bestehende Freundschaftsverbindung sowie laufende Duelle zwischen den betroffenen Konten auf. Die Blockierung bleibt bestehen, bis sie von der Nutzerin/dem Nutzer, die/der sie ausgesprochen hat, wieder aufgehoben wird.

B.7.6 Folgen von Verstößen

Bei Verstößen gegen B.7 kann der Anbieter je nach Schwere Inhalte entfernen, das Teilen von Inhalten gemäß B.7.5 einschränken, Funktionen einschränken, das Konto sperren oder den Vertrag aus wichtigem Grund (B.5.4) fristlos kündigen; Schadensersatzansprüche bleiben unberührt.

B.7.7 Meldemechanismus, Digital Services Act

Nutzer:innen können rechtswidrige oder gegen B.7.2 verstoßende Inhalte sowie Nutzerprofile über die in der App verfügbare Melde-Funktion (Grund, optionale Beschreibung bis 500 Zeichen) bzw. per E-Mail an die in A.1 genannte Kontaktadresse zur Prüfung melden. Der Anbieter prüft eingehende Meldungen automatisiert und ohne unangemessene Verzögerung (im Regelfall binnen weniger Sekunden) und entfernt begründet gemeldete Inhalte im Rahmen von B.7.4/B.7.6. Zum Schutz vor missbräuchlicher Nutzung der Melde-Funktion ist die Zahl der Meldungen pro Konto und Tag begrenzt (derzeit zehn); wiederholt unbegründete Meldungen lösen keine automatische Sanktion gegen die gemeldete Person aus, und eine Sanktion nach B.7.5 setzt stets einen bestätigten Verstoß voraus, nie allein eine Meldung.

Betroffene Personen werden über die Gründe einer Entfernung oder Einschränkung informiert und können der Entscheidung widersprechen. Der Widerspruch wird von einer natürlichen Person überprüft.

Version 1.0 der App bietet keine Direktnachrichtenfunktion zwischen Nutzer:innen; die Interaktion beschränkt sich auf die strukturierten Funktionen Duelle, Teilen/Speichern/Bewerten von Lernunterlagen und Rangliste (B.3.2–B.3.4).

Teil C – Besondere Bestimmungen für den Marktplatz-Dienst „fintogo – Rechnungswesen”

Gilt ausschließlich für den über den Marktplatz Lernapps bezogenen Dienst „fintogo – Rechnungswesen” (Schulen, Bildungseinrichtungen, Behörden, Lehrkräfte, Einzelpersonen). Ergänzt Teil A; bei Widerspruch geht Teil C vor. Gilt nicht für die App (Teil B).

C.1 Anwendungsbereich und Nutzergruppen

Teil C gilt für sämtliche Nutzungsverhältnisse über den Marktplatz-Dienst, unentgeltlich oder entgeltlich. Nutzergruppen: Einzelnutzende (B2C: Schüler:innen ab 14 Jahren, Studierende, Privatpersonen); Institutionen (B2B/B2G: Schulen, Bildungseinrichtungen, öffentliche Körperschaften, beauftragte Lehrkräfte); Partnerunternehmen (u. a. CSR-/Sponsoring-/Bildungskooperationen).

C.2 Leistungsbeschreibung

C.2.1 Leistungen

Der Marktplatz-Dienst umfasst insbesondere: digitale Lerninhalte im Bereich Rechnungswesen (Texte, Videos, Übungen, Quizze); Lernplanung und Fortschritts-Tracking; einen KI-Chat-Assistenten zur inhaltlichen Unterstützung; optionale Lehrer:innen-/Admin-Ansichten für Institutionen. Die Inhalte dienen ausschließlich Bildungs- und Übungszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.

C.2.2 Abomodelle

Pro-Abo: persönliches Einzel-Abo mit vollem Zugang zu allen Inhalten und Modulen („Full Access”), nur für Privatpersonen, nicht institutionell bestellbar, regulärer Preis. Dieses Pro-Abo ist ein eigenständiges Produkt und nicht mit dem Pro-Abo der App (Teil B) zu verwechseln; die Abos berechtigen ausschließlich zur Nutzung des jeweiligen Produkts.

Basic-Abo für Einzelpersonen: Zugang nur zu Inhalten der eigenen Schulstufe/-form, direkt buchbar, regulärer B2C-Preis.

Basic-Abo für Bildungseinrichtungen: inhaltlich wie das Einzelpersonen-Basic-Abo, jedoch rabattiert und mit Lehrer:innen-/Admin-Zugängen (Einsicht in Lernfortschritte, Zuweisung von Aufgaben/Quizzen, Auswertungen); Bestellung über Angebot, Sammelbestellung oder Rahmenvertrag; Lehrer:innen-Zugänge werden gesondert nach Preisliste verrechnet.

Umfang, Verfügbarkeit und Preise ergeben sich im Detail aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung, Preisliste bzw. individuellen Angeboten/Rahmenverträgen.

C.3 Vertragsschluss und Registrierung

Für die Nutzung ist ein Nutzerkonto mit vollständigen, wahrheitsgemäßen Angaben erforderlich. Ein Pro- oder Basic-Abo kann von Volljährigen sowie von Minderjährigen ab 14 Jahren abgeschlossen werden; Minderjährige versichern damit ihr Mindestalter und – soweit erforderlich – die Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Konten für Lehrkräfte, Schuladministration oder Schüler:innen können im Rahmen eines institutionellen Vertrags durch die Schule/Behörde beauftragt werden; diese bestätigt damit ihre Berechtigung zur Datenverarbeitung der Betroffenen. Bei Online-Bestellung kommt der Vertrag mit Abschluss des Bestellprozesses und Bestätigung durch den Anbieter zustande, bei institutionellen Kund:innen durch schriftliche Angebotsannahme oder Rahmenvertrag. Die Leistungsbereitstellung erfolgt ausschließlich digital.

C.4 Besondere Regelungen für Schulen, Behörden und institutionelle Kund:innen

Bestellt eine Schule, Bildungseinrichtung oder Behörde Lizenzen für Schüler:innen, gilt sie datenschutzrechtlich als Verantwortliche, der Anbieter als Auftragsverarbeiter; es gilt der AVV gemäß Anlage zu Teil C. Lehrkräfte können im Rahmen des Basic-Abos Klassenkonten verwalten, Aufgaben zuweisen und Lernfortschritt einsehen, beschränkt auf pädagogisch erforderliche Daten. Die Institution stellt die erforderlichen datenschutz- und schulrechtlichen Voraussetzungen sicher (Informationspflichten, Einwilligungen, interne Richtlinien); der Anbieter verarbeitet Schüler:innendaten nur im erforderlichen Umfang, trifft angemessene Schutzmaßnahmen und übermittelt nicht ohne geeignete Garantien in Drittländer. Die Nutzung im Rahmen staatlicher Förderprogramme kann zusätzlichen, separat geregelten Bedingungen unterliegen.

C.5 Preise, Zahlungsbedingungen, Laufzeit, Kündigung

Entgelte ergeben sich aus der jeweils gültigen Preisliste oder einem individuellen Angebot, inkl. gesetzlicher USt., sofern nicht anders angegeben. Abos haben die vereinbarte Mindestlaufzeit (monatlich/jährlich) und verlängern sich automatisch um denselben Zeitraum, sofern nicht rechtzeitig gekündigt wird. Die Kündigungsfrist für kostenpflichtige Abos beträgt, sofern nicht anders vereinbart, 30 Tage zum Laufzeitende (Einlangen der Kündigung entscheidend); kostenlose Nutzungsverhältnisse sind jederzeit kündbar. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Zahlung erfolgt über die angebotenen Zahlungsarten; der Anbieter kann die Freischaltung/Verlängerung von der Zahlung abhängig machen. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Zugang sperren, Verzugszinsen (§ 1333 ABGB bzw. § 456 UGB) sowie angemessene Mahnspesen verrechnen. Aufrechnung ist Nutzer:innen nur bei rechtskräftig festgestellten oder anerkannten Gegenforderungen möglich; Verbraucher:innen können zusätzlich unbestrittene oder rechtlich zusammenhängende Gegenforderungen aufrechnen.

Preisänderungen richten sich nach Punkt A.6; bei institutionellen Rahmenverträgen gehen abweichend vereinbarte Preisanpassungsklauseln vor.

Für Einzelnutzende (B2C), die Verbraucher:innen sind und im Fernabsatz abschließen, gilt das Widerrufsrecht entsprechend Punkt B.6 (14-tägige Frist, vorzeitiges Erlöschen bei Zustimmung zum sofortigen Beginn). Institutionelle Kund:innen haben kein verbraucherrechtliches Widerrufsrecht.

C.6 Nutzungsrechte, Inhalte und Pflichten der Nutzer:innen

Der Anbieter räumt ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht am Marktplatz-Dienst im vertraglich vorgesehenen Umfang ein. Nutzer:innen bleiben Inhaber:innen ihrer eigenen Inhalte, räumen dem Anbieter aber ein einfaches, unentgeltliches Nutzungsrecht zur Vertragserfüllung ein (Speicherung, Anzeige, Bearbeitung, Sicherung, technische Weiterentwicklung). Der Dienst ist ausschließlich für Bildungszwecke bestimmt; untersagt sind insbesondere rechtswidrige, beleidigende, diskriminierende oder jugendgefährdende Inhalte, das Umgehen von Schutzmechanismen, automatisierte missbräuchliche Nutzung, das Stören der Funktionsfähigkeit sowie die Eingabe besonders schützenswerter Daten im KI-Chat ohne Lernzweck-Erfordernis. Institutionelle Kund:innen stellen sicher, dass nur berechtigte Personen Zugang zu institutionellen Konten erhalten und datenschutzrechtliche Vorgaben gegenüber Schüler:innen und Erziehungsberechtigten eingehalten werden.

C.7 Vertragsbeendigung und Datenlöschung

Kostenpflichtige Verträge können unter Einhaltung der Frist nach C.5 gekündigt werden; das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Nach Vertragsende wird der Zugang deaktiviert; personenbezogene Daten werden gelöscht oder anonymisiert, sobald sie für Vertragserfüllung oder gesetzliche Aufbewahrungspflichten nicht mehr erforderlich sind (Details in der Datenschutzerklärung des Marktplatz-Dienstes). Für die rechtzeitige Sicherung eigener Daten (z. B. Lernstände, Notizen) vor Vertragsende sind die Nutzer:innen selbst verantwortlich; ein Anspruch auf nachträgliche Datenbereitstellung besteht nicht.

Anlage zu Teil C: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Ergänzend zu Teil C für institutionelle Kund:innen des Marktplatz-Dienstes (Schulen, Bildungseinrichtungen, Behörden). Gilt nicht für die App (Teil B).

AVV.1 Gegenstand und Dauer

Der Auftragsverarbeiter (Anbieter) verarbeitet im Auftrag des Verantwortlichen (Schule/Bildungseinrichtung/Behörde) personenbezogene Daten zur Erbringung der im Hauptvertrag (Teil C, Rahmenvertrag oder Einzelbestellung) beschriebenen Leistungen – insbesondere Bereitstellung des Marktplatz-Dienstes, Hosting von Nutzerkonten, Verarbeitung von Lernfortschritten, Unterstützung durch KI-Funktionen. Dieser AVV gilt für die Dauer des Hauptvertrags und endet automatisch mit dessen Beendigung.

AVV.2 Art und Zweck der Verarbeitung

Zulässige Verarbeitungsvorgänge: Erhebung, Speicherung, Verwendung, Organisation, Strukturierung, Abfrage, Einsichtnahme (durch berechtigte Lehrkräfte/Administratoren), plattforminterne Übermittlung, Einschränkung, Löschung, Vernichtung – ausschließlich zur Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistungen (Bereitstellung des Dienstes, Klassenverwaltung, Zuweisung von Lernmaterialien, Auswertung von Lernfortschritten).

AVV.3 Betroffene Personen und Datenkategorien

Betroffene: Schüler:innen (auch minderjährig), Lehrkräfte, Schuladministration. Datenkategorien: Stammdaten (Name, E-Mail, Schule, Klasse, ggf. Geburtsdatum); Nutzungsdaten (gehashte Login-Daten, Zugriffszeitpunkte); Inhaltsdaten (Lernfortschritte, Quiz-Ergebnisse, Antworten, Notizen, Chat-Interaktionen); technische Daten (IP-Adresse, Geräte-/Browserinfo, soweit erforderlich). Besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO werden grundsätzlich nicht verarbeitet, außer auf ausdrückliche schriftliche Weisung des Verantwortlichen.

AVV.4 Pflichten des Auftragsverarbeiters

Verarbeitung nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen (aus diesem AVV und dem Hauptvertrag); abweichende Weisungen bedürfen der Schriftform, ein Verstoß gegen Datenschutzrecht wird unverzüglich gemeldet. Vertraulichkeitsverpflichtung aller mit der Verarbeitung betrauten Personen. Technische und organisatorische Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO, insbesondere:

  • Verschlüsselung der Datenübertragung (SSL/TLS);
  • gehashte Speicherung von Passwörtern;
  • Zugangskontrollen und Rollenkonzepte;
  • regelmäßige Backups;
  • Protokollierung sicherheitsrelevanter Ereignisse;
  • regelmäßige Sicherheitsupdates.

Der Auftragsverarbeiter unterstützt bei Betroffenenrechten (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit) und bei Art. 32–36 DSGVO (Datensicherheit, Meldepflichten, Folgenabschätzung). Nach Vertragsende werden Daten gelöscht oder anonymisiert, soweit keine Aufbewahrungspflicht entgegensteht; auf Wunsch erfolgt Rückgabe/Export in gängigen Formaten.

AVV.5 Subunternehmer

Der Verantwortliche genehmigt allgemein die Beauftragung von Subunternehmern; die aktuelle Liste wird veröffentlicht bzw. auf Anfrage bereitgestellt. Derzeit: Hosting (easyname, Österreich, EU-Standort); KI-Anbieter (außereuropäisch, Garantien gemäß Art. 46 DSGVO; Kette näher Datenschutzerklärung B.2.2/B.4); E-Mail-Dienstleister (easyname, siehe Datenschutzerklärung). Änderungen werden mindestens 30 Tage vorab mitgeteilt; bei berechtigtem Widerspruch kann der Verantwortliche außerordentlich kündigen. Subunternehmer werden vertraglich zu denselben Datenschutzbedingungen verpflichtet; die Verantwortung bleibt beim Auftragsverarbeiter.

AVV.6 Datenschutzverletzungen

Meldung an den Verantwortlichen unverzüglich, spätestens binnen 48 Stunden nach Kenntnisnahme, samt Dokumentation und Unterstützung bei dessen Melde- und Informationspflichten.

AVV.7 Kontrollrechte

Der Verantwortliche kann die Einhaltung der Datenschutzvorgaben prüfen (Bereitstellung von Dokumentation/Zertifikaten auf Anfrage) und nach Ankündigung (mindestens 14 Tage) Audits durchführen bzw. durchführen lassen; die Kosten trägt grundsätzlich der Verantwortliche, außer bei erheblichen Verstößen.

AVV.8 Haftung

Die Haftung richtet sich nach Art. 82 DSGVO; der Auftragsverarbeiter haftet, soweit er seine spezifischen Pflichten verletzt oder gegen rechtmäßige Weisungen verstoßen hat, und stellt den Verantwortlichen bei schuldhaften Pflichtverletzungen von Ansprüchen Dritter frei.

AVV.9 Schlussbestimmungen

Bei Widerspruch zwischen diesem AVV und Teil C geht der AVV in Fragen der Auftragsverarbeitung vor. Änderungen bedürfen der Schriftform. Im Übrigen gilt Punkt A.7 entsprechend.

Stand: 10.09.2026
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